Architekt
für grosse Tiere
Schöner wohnen im Zoo
hier
& heute reportage
WDR 2002
15 Minuten
Schneiderin
der Jecken
Kostüme
für Karneval
hier & heute reportage
WDR 2002
15 Minuten
Die
Big-Foot-Familie
Stunts mit heissen Reifen
hier
& heute reportage
WDR 2003
15 Minuten
Kaffeefahrt
ins Krematorium
Feuerbestattung in Holland
hier
& heute reportage
WDR 2002
15 Minuten
Die
Motorrad-Mühle
Deutschlands größtes
Biker-Treffen
hier
& heute reportage
WDR 2001
15 Minuten
Star
mit Rüssel
Elefant zum Mieten
hier
und heute reportage
WDR 2003
15 Minuten
Hoffnung
auf Erwachen
Leben im Wachkoma
hier
und heute reportage
WDR 2003
15 Minuten
Die
Drei von der Brauerei
"Kühles Blondes" aus Detmold
hier
& heute reportage
WDR 2003
15 Minuten
Nagelbrett
und spitze Zähne
Mit Krokodilen leben
hier
& heute reportage
WDR 2003
15 Minuten
Schneiderin der Jecken
Zu DDR-Zeiten hatte Liane Gramsch-Rudolph noch ihre Maßschneiderei
in Leipzig. Immer zu Karneval hat sie dann sehnsüchtig den Rosenmontagszug
im West-Fernsehen verfolgt, bei einer Flasche Sekt. Dass sie heute zur bekanntesten
Schneidermeisterin der Kölner Jecken geworden ist, hätte die Sächsin
damals nicht zu träumen gewagt. Seit zehn Jahren schon kommen nun ganze
Karnevals-Gesellschaften in ihre Werkstatt in Köln-Nippes. Ob die Roten
Funken, die Kölner Torwache oder die Kammerkätzchen, alle lassen
sich von ihr Uniformen und Kostüme auf den Leib schneidern. Jetzt zur
Session läuft die Nähmaschine der fleißigen Schneiderin
von früh bis spät. Und selbst bei mancher Sitzung ist sie vor
Ort, um den Tanzpaaren den abgerissenen Knopf direkt wieder anzunähen.
Selbstverständlich ist sie selbst dann auch kostümiert: als "tapferes
Schneiderlein". Reporter Arnd Güttgemanns hat sie ihrer Werkstatt
besucht.

Architekt für gr0ße Tiere
Peter Rasbach ist Architekt. Doch in seinen Bauwerken wohnen keine Menschen,
sondern Tiere: Giraffen, Delphine oder Gorillas. Für 1,1 Millionen
Euro ist im Duisburger Zoo gerade seine neue Freianlage für Elefanten
fertig geworden. Der Architekt ist dabei, als Elefantendame Daisy mit ihrem
Pfleger zu ersten mal ihr neues Reich betritt. Noch fehlt der Stromdraht,
der verhindern soll, dass die Dickhäuter die Blätter an den Bäumen
abfressen. Natürlich stürzt sich Daisy sofort auf das frische
Grün. Auch die Gorillas in Duisburg haben einen neuen Freiland-Dschungel
von Rasbach bekommen. Stolze 1.500 Quadratmeter groß, mit dichten
Pflanzen und hohen Kletterbäumen. Mit dem Affenpfleger beobachtet der
Architekt, wie die Affen mit ihrem neuen Zuhause zurechtkommen.

Die Motorradmühle
Jeden Mittwoch ab 17 Uhr verwandelt sich die Gaststätte "Brocker
Mühle" bei Gütersloh zum größten wöchentlichen
Treffpunkt für Motorräder in der Bundesrepublik. Bei schönem
Wetter kommen bis 5.000 motorisierte Zweiradfahrer aus allen Himmelsrichtungen.
Auf der großen Wiese hinter der Kneipe sieht man "Harley Davidson",
Trikes, Motorräder mit Beiwagen oder wertvolle Oldtimer-Modelle. Die
Idee zum wöchentlichen Biker-Treffen hatte Henner Dühr im Jahre
1974. Noch heute bastelt der Motorrad-Fan in seiner Werkstatt an immer neuen
Maschinen. Ein Auto oder gar einen Autoführerschein hat er nie gehabt.
Nicht im Traum hätte er gedacht, dass aus seinem privaten Treff mit
15 Kumpels im Laufe von 27 Jahren eine Großveranstaltung werden würde.
Arnd Güttgemanns begleitet Henner Dühr zum Motorrad-Treff an die
"Brocker Mühle".

Die Big-Foot-Familie
"Zerreißen - zerquetschen - zerstören!" brüllt
der Moderator in sein Mikrofon. Das Publikum klatscht Beifall, als die fünf
Monster Trucks über mehrere Kleinwagen fahren und sie mit ihren riesigen
Reifen zermalmen. Nur noch ein Haufen Schrott bleibt nachher übrig.
In der "Big Foot Show" der düsseldorfer Artistenfamilie Lemoine
überschlagen sich die Autos am laufenden Band, fahren über Sprungschanzen
oder durch Feuerwände. Ob Vater, Söhne oder Neffen, seit zehn
Jahren reisen sie gemeinsam als Stuntfahrer durch die Lande und immer setzen
sie bei waghalsigen Auto-Crashes ihr Leben aufs Spiel. Die Monster Trucks
mit den Namen "Predator" oder "Street Fighter" hat Alexander
Lemoine selbst entworfen und gebaut. Sein Sohn Wesley ist mit fünf
Jahren der jüngste Motorrad-Stunt-Fahrer Deutschlands. Arnd Güttgemanns
hat das tollkühne Leben der Big Foot Familie vor und während der
Show beobachtet.

Kaffefahrt ins Krematorium
Im Reisebus 40 ältere Herrschaften in Ausflugslaune. Ein Leichenwagen
fährt voraus, mit vollem Sarg. Diese skurrile Kaffeefahrt geht nach
Holland, ins dortige Krematorium. Organisiert als Werbetour des Leverkusener
Beerdigungsunternehmers Hans-Joachim Friedrich. Feuerbestattungen im Nachbarland
hat er im Angebot: Die Überreste seines Liebsten darf man nachher mit
nach Hause nehmen, in einer schmucken Urne - für den Nachttisch vielleicht.
Alternativ verstreut man die Asche im Blumenbeet vor Ort oder trägt
sie im Silber-Amulett um den Hals, in Herzenform. Vor Ort geht die Gruppe
erst mal abwärts in den Keller. Auf Knopfdruck verschwindet hier der
mitgebrachte Sarg im Feuer. Durch die Luke darf jeder noch in den Verbrennungsofen
schauen, in die lodernden Flammen. Und wem die Anschauungsfahrt gefallen
hat, der unterschreibt dabei vielleicht den Vorvertrag - man weiß
ja nie, wann das eigene Ende naht. "Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!",
scherzt der Bestatter dann auch zum Abschied von Reporter Arnd Güttgemanns.




Star
mit Rüssel
So
etwas hat man in Hilden in der Fußgängerzone noch nie gesehen:
Eine dressierte Elefantendame tritt auf. Engagiert von einem Zoogeschäft
für Werbezwecke beim Straßenfest. Mit ihrem Rüssel spielt
sie eine riesige Mundharmonika, eine Blondine reitet auf ihr. Als Baby kam
Elefantin Citta aus Simbabwe nach Deutschland. Jetzt kann man sie buchen:
Für Hochzeiten, Betriebsfeste oder als Filmstar. Dressiert hat die
Dickhäuterdame Karl Antoine. Bereits während seiner Lehre zum
Tierpfleger hatte dieser einen Traum: Wilde Tiere wollte er zähmen
und seinem Publikum hautnah präsentieren. Zuhause ist Citta in Wickede
an der Ruhr. Beim "Gassi gehen" im Wald rupft der Star mit dem
Rüssel immer wieder leckere Äste von den Bäumen. Danach geht
es zum Training, für den Auftritt beim Möbelcenter am nächsten
Wochenende, bei den "Orient-Tagen" mit Teppich-Sonderverkauf.
Reporter Arnd Güttgemanns hat den Alltag der "Show-Elefantin"
begleitet.
Hoffnung auf Erwachen
In Deutschland leben etwa 6.000 Menschen im Wachkoma. Nach Hirnverletzungen
oder vorübergehendem Sauerstoffmangel im Gehirn sind sie nicht mehr
vollständig zu Bewusstsein gekommen. Bei Daniel war es die zunächst
unentdeckte Diabetes, mit anschließendem Organversagen, die ihn mit
offenen Augen ins Wachkoma fallen ließ. Bei Stefan war es ein Verkehrsunfall.
Im "Haus Königsborn" in Unna geht man davon aus, dass Menschen
im Wachkoma keine Sterbenden oder Hirntoten sind, sondern durchaus entwicklungsfähig.
Keiner der 36 Bewohner verbringt den Tag im Bett. Stattdessen fahren die
Betreuer sie in Rollstühlen über den Marktplatz, gehen abends
mit ihnen in die Kneipe oder auf Rock-Konzerte. Reporter Arnd Güttgemanns
hat die Therapeuten bei ihrer sogenannten "Biografie-Arbeit" beobachtet.

Nagelbrett und spitze Zähne
Schmerz ist ihr fremd und auch die Angst vor Grusel-Tieren. Zusammen mit
Schlangen und Vogelspinnen steht Diana Antoine täglich drei Mal auf
der Bühne im Holidaypark in der Pfalz. Als feuerspuckende "Lady
Fakir" sorgt sie für Nervenkitzel. Nie fließt Blut, wenn
die 37jährige barfuss über Glasscherben läuft oder auf dem
Nagelbrett liegt. Dicke Männer aus dem Publikum stellen sich dazu noch
auf ihren Bauch. Die mutige Frau aus Wickede an der Ruhr liebt Krokodile,
sogar in ihrem Wohnzimmer liegen die gefährlichen Panzerechsen auf
dem Boden. Bei ihrer "Dschungel-Show" in der Disco muss Diana
Antoine immer auf der Hut sein, vor den spitzen Zähnen ihrer Lieblinge.
Reporter Arnd Güttgemanns hat die Fakir-Lady bei ihren Auftritten begleitet.

Die Drei von der Brauerei
Wenn Frederike Strate und ihre Schwester Simone morgens um halb acht ihre
Flaschenabfüllanlage starten, liegt ein arbeitsreicher Tag vor ihnen.
Schließlich ist Biergartenzeit und vor der Laderampe der Privatbrauerei
Strate in Detmold warten die Getränkelaster auf Nachschub. In fünfter
Generation führen die beiden Schwestern mit ihrer Mutter die alte Brauerei
mit 30 Mitarbeitern. Schon um elf muss Frederike als gelernte Braumeisterin
das erste Bier verkosten, zur Qualitätskontrolle. Für 14 Uhr hat
sich ein Schützenverein zur Führung angesagt, Freibier ohne Ende
und Schweinshachse ist kostenlos inklusive. Täglich führen die
Strates persönlich ihre etwa 50 Gäste an den Biertanks und Abfüllanlagen
vorbei, den ersten frischen Gerstensaft gibt's direkt vom Band. Reporter
Arnd Güttgemanns hat die Arbeit der drei Damen von der Brauerei begleitet.

Jeck
mit Gottes Segen
Mönch als Karnevals-Prinz
hier
& heute reportage
WDR 2004
15 Minuten
Jeck
mit Gottes Segen
Alaaf - ab sofort wird auch im Himmel geschunkelt. In Walberberg bei Bonn
ließ sich für diese Session Dominikanerpater Bernhard Venzke
zum Karnevalsprinzen proklamieren. Assistiert von Jungfrau Wilfriede und
Bauer Peter als Walberberger Dreigestirn dürfte er damit wohl Deutschlands
frommstes Narrenoberhaupt sein. Im Gottesdienst vor Karneval kommen die
Kinder im Kostüm zur Kirche, Pater Bernhard trägt noch seine Mönchskutte.
Danach zieht er sich um, streift sich Pumphöschen und blauweißen
Narrenwams über. Noch ein Blick in den Spiegel, ein Augenzwinkern zum
Kruzifix, dann steht er vor uns: Prinz Bernhard I. Von Sitzung zu Sitzung,
von einem Karnevalszug zum anderem ist das Walberberger Dreigestirn unterwegs.
Reporter Arnd Güttgemanns hat den närrischen Priester im Karneval
begleitet.

Eier
auf Hochtouren
Ostern auf der Eier-Farm
hier
& heute reportage
WDR 2004
15 Minuten
Eier
auf Hochtouren
Jetzt
vor Ostern herrscht Hochbetrieb auf dem Bauernhof von Monika und Udo Baumeister
in Breckerfeld. Kein Wunder - dreht sich doch bei ihnen alles ums Ei. 100.000
Hühner gackern in den großen Ställen und legen 85.000 Eier
am Tag. Über Fließbänder rollen die Eier bis zur Färbemaschine
und werden dort zu bunten Ostereiern. Volker Rüggeberg ist den ganzen
Tag auf Trab, immer wieder muss er neue Farben an den Spritzdüsen einstellen.
Jetzt sind 20.000 Regenbogen-Eier dran, mit Werbeaufdruck für einen
Baumarkt. Monika Baumeister begrüßt inzwischen den Bus mit Gästen
zur Bauernhof-Führung. Die Besucher wollen wissen, ob braune Hühner
auch nur braune Eier legen. Reporter Arnd Güttgemanns war dabei und
kennt die Antwort.

Sommer,
Sonne,
Camper-Glück
hier
& heute reportage
WDR 2004
15 Minuten
Sommer, Sonne,
Camper-Glück
Camping am See: Für das Rentner-Ehepaar Schleif ist jeder Sommer ein
Traumurlaub. Morgens Schwimmen, mittags hinter dem Wohnwagen in der Sonne
liegen und abends Würstchen grillen auf dem eigenen Rost. Der Campingplatz
Borlefzen bei Vlotho im Weserbergland ist das Ziel für Hunderte von
Campern. Hannelore Kipp kennt seit vergangenem Sommer jeder auf dem Platz.
Da hat sie das Auto eines Freundes in der Weser versenkt - versehentlich.
Eigentlich wollte sie nur sein Boot auf dem Anhänger zu Wasser lassen.
Und einer kennt sie alle, die Camper und ihre Geschichten: der Platzwart
Christian Rentel. Und er zeigt manchem Camper nach einem vielleicht etwas
zu langen Abend auch den Weg in den richtigen Wohnwagen. Reporter Arnd Güttgemanns
hat für ein langes Wochenende seine Zelte in Borlefzen aufgeschlagen.


5
Reportagen aus Winterberg
Arnd Güttgemanns und drei weitere WDR-Reporter berichten in fünf
Reportagen von Montag bis Freitag aus Winterberg: Über die für Holländer
so attraktiven Berge, Winter-Camper, die selbst bei Minus-Temperaturen nicht
davor zurückschrecken, den Grill anzuschmeißen, junge Snowboard-Profis
beim Weltcup, ausgiebige Aprés-Ski-Feiern in urigen Hütten und
zeigen, was der Touristen-Andrang für die Sauerländer bedeutet.
5
Reportagen aus Winterberg
Camping am Lift, Berge für Holland,
Backen für die Piste ,
Schanzensprung & Einkehrschwung
Fliegender Bettenwechsel
hier
& heute
WDR 2006
jeweils 15 Minuten