Wohngemeinschaft unter freiem Himmel: Romy, Nadja, Dirk und Bembel leben gemeinsam mit 20 anderen jungen
Leuten in einer Wagenburg. Dem "genormten Reihenhausdenken" ihrer Eltern setzen sie ihren Traum vom freien
Leben in der Natur entgegen. Sie haben - sehr zum Ärger ihrer Nachbarn aus der Schrebergarten-Kolonie -
ausrangierte Bauwagen mitten in den Wald gestellt, musizieren laut, halten Hunde, feiern Feste.
Romy kann sich ein Leben in der lauten Stadt nicht mehr vorstellen. Sie will morgens vom Gesang der Vögel
geweckt werden. Dirk hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Nadjas Mutter hatte Angst, daß ihre Tochter den
Weg in ein "normales" Leben nicht zurückfinden könnte. Wenn Bembel zum Studium an die Uni fährt, tauscht er
seinen Lendenschurz gegen ein weißes Hemd. Niemand soll ahnen, wie er lebt - ohne fließend Wasser, nur mit
Plumpsklo, dafür aber zusammen mit seinen Freunden.
Zwei Sommerwochen lang hat Arnd Güttgemanns den Alltag in der Wagenburg "Baba Jaga" beobachtet. Er
porträtiert vier junge Menschen und ihre ungewöhnliche Lebensphilosophie.