Camping in Nordrhein-Westfalen: Immer in den Ferien zieht es Sonnenhungrige auf den Campingplatz "Borlefzen"
bei Vlotho im Weserbergland. Hier haben Dauercamper seit den sechziger Jahren ihre Heimat gefunden, nachdem
ein Landwirt seine Äcker am Fluss zum Campen freigegeben hatte. Immer mehr Urlauber können sich dann in den
Zeiten des Wirtschaftswunders neue Wohnwagen leisten und wollen raus aus der Stadt und rein in die Natur:
Sonnenbaden, Grillen, Angeln oder mit dem Paddelboot auf die Weser - all das gehört hier zum typischen
Campingurlaub. In Zeiten der Krise werden heimatnahe Reiseziele immer beliebter.
Historische Filmausschnitte dokumentieren die Entstehung der Camping-Kultur und die ersten Zeltplätze in den
fünfziger Jahren. Neuartige Wohnwagen laufen in den Wiedenbrücker "Westfalia-Werken" tausendfach vom Band.
In Fernsehsendungen der sechziger und siebziger Jahre berichtet das Fernsehen über den neusten
Campingkocher, das ideale Toilettenhäuschen, den zusammenklappbaren Wohnwagen. Damals testen Reporter
den berühmten VW-Campingbus auf seine Übernachtungs-Tauglichkeit. Und "Der Siebte Sinn" lehrt geübtes
Rangieren mit dem Wohnwagen.
Arnd Güttgemanns dokumentiert die Entwicklung der Camping-Kultur in NRW.