Am 18. Januar 2007 fegt der Orkan Kyrill in ganz Deutschland komplette Wälder weg. Mehr als 25 Millionen Bäume fallen alleine in Nordrhein-Westfalen. Besonders betroffen: das Sauerland. Auch heute ist noch immer nicht alles Sturmholz geräumt. Ein einschneidendes Ereignis für den Wald und für die Menschen, die von ihm leben. Waldbauer Franz-Josef Heimes steht vor einem Jahr in seinem zerstörten Wald und macht aus der Not eine Tugend. Er kauft für 200.000 Euro einen so genannten Harvester, ein rollendes Sägewerk, der die Stämme direkt im Wald verarbeitet. Noch ein Jahr nach dem Sturm ist er täglich mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. In Schmallenberg verkauft das Forstamt das Sturmholz nicht wie sonst ins Ruhrgebiet und Münsterland sondern nach Korea und China. Die Stämme werden dafür schon im Wald auf Länge geschnitten und in Hochseecontainer gepackt - globales Krisenmanagement. Und wo seit dem 16. Jahrhundert der Familienwald der Kampmanns stand, beginnt die Waldbauernfamilie nach monatelangen Aufräumarbeiten jetzt endlich wieder aufzuforsten. Die Dokumentation zeigt, wie sich das Leben der Menschen im Sauerland durch die Naturkatastrophe von einem auf den anderen Tag vollständig verändert hat.