Als der junge Kölner Unternehmer Wolfgang Kiessling im Jahre 1972 auf die Sonneninsel Teneriffa kam, lockten ihn
billige Grundstückspreise, geringe Löhne und niedrige Steuern. Im Hafenstädtchen Puerto de la Cruz kaufte der
Naturfreund eine ehemalige Bananenplantage, pflanzte mit ein paar Mitarbeitern einen Palmengarten und setzte
Kakadus, Aras und andere Papageien in große Volieren. Sein Vater hatte ihm geraten: "Mach doch was mit
Papageien, die fressen nur Körner und werden hundert Jahre alt!"
Inzwischen ist der "Loro Parque" mit mehr als zwei Millionen Besuchern jährlich die größte Touristenattraktion der
Kanaren und hat den heute sechzig Jahre alten Tierliebhaber zum Selfmade-Multimillionär gemacht. Neben der
größten Papageienkollektion der Welt beherbergt Wolfgang Kiesslings Naturparadies Europas größtes
Delphinarium, eine Seelöwenshow, einen Gorillafelsen, eine Tigerinsel und einen Haifischtunnel. Ganz neu ist ein
weltweit einzigartiges Pinguinarium, wo sich hinter riesigen Panzerglasscheiben hunderte von Pinguinen von
Eisbergen in die kalten Fluten stürzen.
Reporter Arnd Güttgemanns hat den Tierfreund eine Woche lang auf Teneriffa begleitet.