In Deutschland leben etwa 6.000 Menschen im Wachkoma. Nach Hirnverletzungen oder vorübergehendem Sauerstoffmangel im Gehirn sind sie nach Wochen auf der Intensivstation nicht mehr vollständig zu Bewusstsein gekommen. Im "Haus Königsborn" in Unna hat man sich auf die Langzeitpflege dieser Wachkoma-Patienten spezialisiert. Anke wohnt hier, die sich vor zehn Jahren mit Tabletten das Leben nehmen wollte, oder Bernd, der im Urlaub unter Alkoholeinfluss in einen Swimmingpool mit viel zu wenig Wasser sprang. Im "Haus Königsborn" geht man davon aus, dass Menschen im Wachkoma keine Sterbenden oder Hirntoten sind. Durch ein "Lebenswelt-orientiertes Konzept" wollen Pfleger und Therapeuten alle noch vorhandenen Sinne der Koma-Patienten ansprechen und Erinnerungen wachrufen. Keiner der 36 Bewohner verbringt den Tag im Bett. Stattdessen fahren die Betreuer sie in Rollstühlen über den Marktplatz, gehen abends mit ihnen auf Rock-Konzerte. Arnd Gütgemanns hat beobachtert, wie Therapeuten mit ihrer "Biografie-Arbeit" durch das Anknüpfen an alte Gewohnheiten erstarrte Lebensgeister neu erwecken wollen.
Home Filme 1 Filme 2 Filme 3 Serien zur Person Impressum Mit offenen Augen Wege aus dem Wachkoma Ein Film von Arnd Güttgemanns WDR - 30 Minuten - 2003 zurück Arnd Güttgemanns  Fernsehjournalist